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Grafik des menschlichen Magens, der in einem durchsichtigen Körper rot-gelb leuchtet.

SO ARBEITET UNSER MAGEN.

Er verdaut Lebensmittel, tötet Krankheitserreger und fühlt mit. Wissenwertes über das multifunktionale Organ in unserem Bauch und wie wir es unterstützen können.

Autorin: Cora Keller // Foto: AdobeStock

20 bis 30 Zentimeter

kurz ist unser Magen, doch er kann sich dehnen und 1,2 bis 1,6 Liter Nahrung und Getränke aufnehmen; bei einem Erwachsenen, der viel isst, sogar bis zu 2,5 Liter. Der Magen, auch „Gaster“ genannt, liegt etwas links von der Körpermitte schräg im Oberbauch. Er ist eingangs mit dem Magenmund an die Speiseröhre angeschlossen. Am unteren Ende befindet sich der Magenpförtner, der den Übergang zum Zwölffingerdarm bildet. Dieser ist stark muskulös und wirkt wie ein ringförmiger Schließmuskel. Er sorgt dafür, dass der Speisebrei por-tionsweise an den Darm weitergeleitet wird.

3 bis 4 Liter

Magensaft werden täglich im Magen produziert, um die Nahrung zu verdauen und Krankheitserreger abzutöten. Er besteht aus Salzsäure, Verdauungsenzymen und weiteren für die Aufnahme von Nährstoffen wichtigen Substanzen. Im Laufe eines Lebens nimmt ein Mensch in etwa das 700-Fache seines Körpergewichts in Form von Nahrung zu sich. Leicht verdauliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse werden innerhalb von 1 bis 2 Stunden zersetzt, schwer verdauliche können bis zu 8 Stunden im Magen liegen, z. B. Fett und Fleisch wie Schweinebraten.

Die Magenschleimhaut

kleidet die Innenseite des Magens aus und schützt ihn vor der Zersetzung durch die eigenen Magensäfte. Doch die Schleimhaut kann sich entzünden und eine „Gastritis“ entstehen: Die Typ-A-Gastritis ist eine seltene Autoimmunkrankheit. Die häufige Typ-B-Gastritis wird meist durch das Bakterium Helicobacter pylori verursacht, da es die Magensäureproduktion behindert. Für seine Entdeckung erhielten die Forscher Robin Warren und Barry Marshall 2005 den Medizin-Nobelpreis. „90 Prozent aller Magenkrebserkrankungen lassen sich auf Helicobacter zurückführen“, sagt Prof. Dr. Markus Gerhard, TU München. Deshalb wird nach einem Impfstoff gesucht. Die Typ-C-Gastritis lösen Chemikalien aus, z. B. Medikamente.

Stresshormone

setzen Verdauungsenzyme frei, die die Bewegung (Peris-taltik) des Magens beeinflussen und die Magenschleimhaut angreifen. Entspannung und regelmäßige, leichte Mahlzeiten helfen dem Magen, ebenso viel stilles Wasser. Auch ungesunde Trink- und Ernährungsgewohnheiten können den Magen reizen, z. B. Alkohol, Fett, scharfe Gewürze, Süßes oder Zigarettenrauch. Wärme und natürliche Heilmittel wie Kamille, Kreuzkümmel, Kümmel oder Pfefferminze lindern Magenschmerzen. Kardamom soll den gestressten Magen sogar gegen Helicobacter pylori schützen: einen Teelöffel voll mit heißem Wasser begießen und vier bis fünf Minuten ziehen lassen.

Die Psyche

und unser Bauchgefühl sind eng miteinander verbunden. Nicht umsonst können Probleme „auf den Magen schlagen“ und frisch Verliebte „Schmetterlinge im Bauch“ fühlen. Das sogenannte enterische Nervensystem zieht sich durch den Magen-Darm-Trakt und wird deshalb von Wissenschaftlern auch als „zweites Gehirn“ oder „Bauchhirn“ bezeichnet. Es macht deshalb Sinn, öfter „auf seinen Bauch zu hören“ und sich „intuitiv“ zu ernähren. Mehr dazu lesen Sie hier: www.bmwbkk.de/ernaehrung.///


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