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Grafik des menschlichen Nervensystems.

"UNSERE NERVEN."

Denken, lernen, spüren oder fühlen können wir nur durch sie. Sogar das Herz hört ohne ihre Impulse auf zu schlagen. Fakten zu unserem hocheffizienten neuronalen Netzwerk.

Autorin: Cora Keller // Foto: iStock

Zwei

Nervensysteme spielen im menschlichen Körper zusammen: Das Zentralnervensystem (kurz: ZNS) liegt in Gehirn und Rückenmark. Das periphere Nervensystem durchzieht mit seinen Nervenfasern den gesamten Körper. Zum peripheren Nervensystem gehören:

  1. Das vegetative Nervensystem, das alle unbewusst ablaufenden Funktionen regelt, z. B. den Herzschlag. Dabei stimmt der Sympathikus den Körper auf Stressreaktionen ein, sein Gegenspieler Parasympathikus stabilisiert lebenswichtige Körperfunktionen in Ruhe. Zum vegetativen Nervensystem gehört das enterische Nervensystem. Es durchzieht den Magen-Darm-Trakt und regelt die Verdauung.
  2. Das somatische Nervensystem, das Reize aus der Umwelt aufnimmt und willkürliche Bewegungen steuert. Es ist mit Haut, Skelettmuskeln und Sinnesorganen verbunden.

860 Billionen

Synapsen könnte es im menschlichen Gehirn geben. „Synapse“ bezeichnet die Kontaktstelle zwischen einer Nervenzelle und anderen Zellen, z. B. Muskel– oder Sinneszellen. Über diese Verknüpfung erreichen Signale das neuronale Netzwerk, werden darin weitergeleitet und zu Gefühlen und Gedanken verarbeitet. An jeder einzelnen Nervenzelle befinden sich Tausende Synapsen. Die brasilianische Neurowissenschaftlerin Suzana Herculano-Houzel ermittelte, dass sich allein im menschlichen Gehirn 86 Milliarden Nervenzellen mit je 1.000 bis 10.000 Synapsen befinden.

5,8 Millionen

Kilometer lang sind die Nervenbahnen einer oder eines Erwachsenen im Durchschnitt. Durch diese Leitungsbahnen, bzw. die darin liegenden Nervenfasern, rasen die Signale mit einer Geschwindigkeit von bis zu 400 km/h durch das Nervensystem, um in Sekundenbruchteilen elektrische Impulse weiterzuleiten. Motorische Leitungsbahnen führen die Impulse vom Gehirn zu den Muskeln, sensible Leitungsbahnen leiten von den Sinneszellen des Körpers zum Gehirn – und schnell wieder zurück, damit ein Mensch reagieren kann, z. B. bevor er sich an einer heißen Herdplatte verbrennt.

Nervenzellen

können degenerieren, sodass Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson entstehen. Auch Bakterien und Viren können das Nervensystem infizieren und z. B. eine Gürtelrose auslösen. Lange ging man davon aus, dass sich Nervenzellen nicht regenerieren können. Wissenschaftler an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der schweizerischen Université de Fribourg um Prof. Dr. Claire Jacob haben jedoch gezeigt, wie der Reparatur-Mechanismus bei Zellen des Zentralnervensystems, etwa nach einer Schädigung des Rückenmarks, aktiviert werden könnte. Und Studien an Seniorinnen und Senioren legen nahe, dass bestimmte Gehirnregionen sogar geringfügig an Größe zunehmen, wenn die Probandinnen und Probanden Neues lernen oder ein sportliches Trainingsprogramm absolvieren.

Nerventraining

Mentaler „Ausdauersport“ unterstützt die Eigenschaft des Gehirns, sich durch Training zu verändern, ebenso wie ein „Leben mit allen Sinnen“. Entspannungstechniken wie Meditation helfen, wenn Stress das vegetative Nervensystem zu einseitig gereizt hat. Nutzen Sie die App von 7Mind dafür, mehr Achtsamkeit und Ruhe in Ihren Alltag zu bringen: www.bmwbkk.de/meditation. Um das Gehirn fit zu halten, empfehlen Ärztinnen und Ärzte körperliche Bewegung, soziale Kontakte, wenig Alkohol und den Verzicht auf das Rauchen. „Brainjogging“ stimuliert zudem die Konzentrations- und Merkfähigkeit. Dazu bietet der Handel einige Bücher und Brainjogging-Apps an.


Gesundheits-Podcasts. 

Podcast-Piktogramm.Gut für Ihr Nervensystem ist auch unsere Podcast-Reihe für ein gesundes Leben. In der Reihe hören Sie Interessantes zu verschiedenen Themen wie Pause, Ernährung, Stress, Wertschätzung, innere Stärke etc.: www.bmwbkk.de/podcasts.


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